12.06.2024

Deutschland, Litauen und Japan unterzeichnen „Berliner Erklärung“ zum Hochlauf von E-Fuels

Laut Pressemeldung des Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) vom 10.06.2024 wird gemeinsam mit internationalen Partnern der Hochlauf strombasierter Kraftstoffe vorangebracht. 

"Erfolgsfaktoren für einen zügigen Markthochlauf von E-Fuels und die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen für Investoren – darauf lag der Fokus des E-Fuels-Dialogue am 4. Juni 2024. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr war bereits zum zweiten Mal Ausrichter – diesmal gemeinsam mit dem litauischen Ministerium für Verkehr und Kommunikation und dem japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie. Unter dem Motto „Paving the Way for Clean Mobility“ diskutierten in Berlin mehr als 120 hochrangige internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft innovative Lösungen und Möglichkeiten zur internationalen Zusammenarbeit. Im Kontext der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrt-Ausstellung (ILA) und des Berlin Aviation Summit lag ein besonderer Schwerpunkt auf dem Einsatz von E-Fuels in der Luftfahrt. 

Ein Austausch auf Ministerebene bildete den Auftakt der Konferenz. Nach einem konstruktiven Gedankenaustausch verständigten sich Bundesverkehrsminister Wissing mit seinem Amtskollegen aus Litauen Dr. Marius Skuodis sowie dem Parlamentarischen Vizeminister für Wirtschaft, Handel und Industrie aus Japan Taku Ishii auf eine gemeinsame Berliner Erklärung. Die Berliner Erklärung verdeutlich die Bedeutung von E-Fuels für die Erreichung der Klimaziele im Verkehr und skizziert eine gemeinsame Vision für den zügigen Markthochlauf. Die Berliner Erklärung ist abrufbar unter: www.bmdv.bund.de/berliner-erklaerung-en

Wir wollen:

  • Wissen und Erfahrungen offen miteinander austauschen
  • Forschung und Entwicklung voranbringen
  • Aufbau von Produktionsanlagen fördern
  • Private Investitionen anreizen
  • Ausbau Erneuerbarer Energien weiter vorantreiben
  • International einheitliche Normen und Regeln"

Laut der Pressemitteilung von UNITI Bundesverband EnergieMittelstand e.V. vom 04.06.2024 ( https://www.uniti.de/kommunikation/pressemitteilungen/artikel/internationaler-e-fuels-dialog-des-bundesverkehrsministeriums-mit-uniti-beteiligung ) müssen nach der Vereinbarung nun aber auch konkrete Maßnahmen folgen.

"Wer E-Fuels im Luftverkehr will, muss E-Fuels im Straßenverkehr zulassen
Die bislang fehlende Anerkennung der Klimaschutzwirkung von E-Fuels im Straßenverkehr etwa im Rahmen der EU-Flottenregulierung sowohl für Pkw als auch Lkw erschwert allerdings die Durchsetzung von E-Fuels im Straßenverkehr. Dadurch wird in der Folge ein CO2-neutraler Flugverkehr blockiert. Elmar Kühn von UNITI fordert daher: „Wer E-Fuels im Luftverkehr will, muss den Hochlauf von E-Fuels auch im Straßenverkehr durch die Schaffung geeigneter politischer Rahmenbedingungen anreizen.“ So unterstützt UNITI branchenübergreifende Forderungen nach nachfrageorientierten Maßnahmen wie ehrgeizigen Mengenquoten für E-Fuels im gesamten Verkehr. Förderprogramme sowie eine klimafreundliche Neugestaltung der Energiebesteuerung im Verkehrssektor auf eine reine Abgabe auf Emissionen von fossilem CO2 können zudem dazu beitragen, das Preisgefälle zwischen fossilen und nicht-fossilen Kraftstoffen zu minimieren. Und es gilt, Energie- und Handelspartnerschaften zu gründen, damit globale Spitzenpotentialstandorte für erneuerbare Kraftstoffe erschlossen werden können."


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